- 8 wichtige Gottheiten: Shiva, Ganesha, Vishnu, Lakshmi, Saraswati, Parvati, Krishna, Hanuman
- Materialien: Bronze (Wachsausschmelzverfahren), Stein (Marmor, Granit, Speckstein), Holz (Teak, Sandelholz), vergoldetes Kupfer
- Größenbereich: 6"-48" (15-122 cm) | Gewicht: 2-50 kg, je nach Material
- Alter: 1750-1950 n. Chr. mit Provenienzdokumentation
- Herkunft: Tamil Nadu, Karnataka, Kerala (Indien), Kathmandu-Tal (Nepal), Java (Indonesien)
Entdecken Sie hinduistische Gottheiten in unserer Sammlung
Unsere Sammlung feiert die reiche Vielfalt des hinduistischen Pantheons. Jede Gottheit verkörpert einzigartige Eigenschaften, spirituelle Lehren und ikonografische Symbolik, die sich über mehr als 2.000 Jahre hinduistischer Kunsttradition entwickelt haben.
Shiva-Figuren – Herr der Transformation und Zerstörung
Shiva, der Zerstörer und Verwandler innerhalb der Trimurti, der hinduistischen Dreifaltigkeit, wird in verschiedenen Formen dargestellt, die kosmisches Gleichgewicht und spirituelles Erwachen symbolisieren. Unsere Sammlung umfasst Bronzen der Chola-Dynastie (9.-13. Jahrhundert), die für ihre verfeinerten Proportionen und ikonischen Nataraja-Darstellungen, Shiva als kosmischer Tänzer, bekannt sind.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Drittes Auge (Trinetra): Symbolisiert spirituelle Weisheit und die Zerstörung des Bösen
- Mondsichel: Steht für Zeitzyklen und Erneuerung
- Dreizack (Trishula): Verweist auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder auf Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung
- Trommel (Damaru): Der Klang der Schöpfung im kosmischen Tanz
- Nandi-Stier: Vahana, das Reittier, als Symbol für Stärke und Fruchtbarkeit
Beliebte Formen in unserer Sammlung:
- Nataraja: Shiva beim kosmischen Tanz (Ananda Tandava) in einem Feuerring
- Meditierender Shiva: Sitzend in Padmasana, der Lotusposition, auf dem Berg Kailash
- Ardhanarishvara: Halb männliche, halb weibliche Form, die die Einheit von Shiva und Parvati symbolisiert
- Lingam: Abstrakte, anikonische Form, die die unendliche kosmische Säule repräsentiert
Größenbereich: 8"-42" (20-107 cm) | Materialien: Bronze, Stein, Holz
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Ganesha-Figuren – Beseitiger von Hindernissen und Herr neuer Anfänge
Ganesha (auch bekannt als Ganapati oder Vinayaka) ist eine der beliebtesten und am weitesten verehrten hinduistischen Gottheiten. Als Sohn von Shiva und Parvati wird Ganesha zu Beginn aller Vorhaben, Zeremonien und Verehrungsrituale angerufen.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Elefantenkopf: Steht für Weisheit, Unterscheidungskraft und die Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden
- Abgebrochener Stoßzahn: Symbolisiert Opferbereitschaft, der Überlieferung nach zum Schreiben des Mahabharata verwendet
- Vier Arme: Repräsentieren Geist (manas), Intellekt (buddhi), Ego (ahamkara) und Bewusstsein (chitta)
- Modak, die Süßigkeit: Steht für die Früchte spiritueller Praxis
- Maus als Vahana: Symbolisiert Verlangen, das durch Weisheit gelenkt wird
Beliebte Formen: Stehender Ganesha, sitzender Ganesha in Lalitasana, tanzender Ganesha
Regionale Stile:
- Südindisch: Schlanke Proportionen, reduzierte Ornamentik, Chola-Einfluss
- Nordindisch: Fülligere Körperform, reicher Schmuck und Krone
- Nepalesisch: Tibetisch beeinflusste Kronenelemente, Quecksilbervergoldung, kompaktere Körperform
Größenbereich: 6"-36" (15-91 cm) | Materialien: Bronze, Stein, Holz, Marmor
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Vishnu-Figuren – Der Erhalter und Beschützer des Universums
Vishnu, der Erhalter innerhalb der hinduistischen Dreifaltigkeit, bewahrt die kosmische Ordnung (Dharma) und erscheint in Zeiten der Krise in verschiedenen Avataren auf der Erde. Unsere Sammlung umfasst stehende Vishnu-Figuren sowie Darstellungen seiner Avatare, darunter Krishna und Rama.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Vier Arme: Halten Muschelhorn (shankha), Diskus (sudarshana chakra), Keule (gada) und Lotus (padma)
- Tilaka-Zeichen: Vertikale Markierungen auf der Stirn, aus der Vaishnava-Tradition
- Garuda als Vahana: Adler-Reittier, das Schnelligkeit und kämpferische Kraft symbolisiert
- Gelbe oder goldene Gewänder: Symbolisieren Wissen und spirituelles Lernen
Häufige Haltungen:
- Stehender Vishnu (Sthanaka): Vier Arme mit symbolischen Attributen
- Sitzender Vishnu: Meditative oder lehrende Haltung
- Liegender Vishnu (Anantashayana): Ruhend auf der kosmischen Schlange Shesha
Größenbereich: 10"-48" (25-122 cm) | Materialien: Bronze, Marmor, Sandstein
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Lakshmi-Figuren – Göttin des Reichtums, Wohlstands und Glücks
Lakshmi (auch Sri oder Shri), die Gefährtin Vishnus, wird als Göttin verehrt, die Reichtum, Wohlstand, Schönheit und Fülle schenkt. Lakshmi-Figuren sind besonders beliebt für Hausaltäre und Geschäftsräume.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Lotusblüten: In den oberen Händen gehalten oder als Sitz, sie symbolisieren Reinheit und spirituellen Reichtum
- Goldmünzen: Aus den Händen fließend, als Symbol materieller Fülle
- Rote oder rosafarbene Gewänder: Traditionelle Farben, die mit Wohlstand verbunden sind
- Eule als Vahana: Steht für Weisheit im Umgang mit Reichtum
- Vier Arme: Schenken Segen und halten Lotusstängel
Vastu-Platzierung: Lakshmi-Figuren sollten nach Norden oder Osten ausgerichtet sein, niemals in der Nähe von Badezimmern oder direkt zur Haupttür blickend. Ideal für Eingangsbereiche und Puja-Räume.
Größenbereich: 8"-30" (20-76 cm) | Materialien: Bronze, Messing, Marmor, Holz
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Saraswati-Figuren – Göttin des Wissens, der Musik und der Künste
Saraswati, die Gefährtin Brahmas, verkörpert Lernen, Weisheit, Musik und alle schöpferischen Künste. Schüler, Lehrer, Musiker und Künstler bitten um ihren Segen für Wissen und Meisterschaft.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Veena, die Laute: Musikinstrument als Symbol für Kunst und Harmonie
- Heilige Texte oder Bücher: Symbolisieren Wissen und Lernen, häufig die Veden
- Mala, die Gebetskette: Steht für Meditation und spirituelles Wissen
- Weißer Schwan als Vahana: Unterscheidende Weisheit, die Milch von Wasser trennen kann
- Weiße Gewänder: Reinheit und Einfachheit im Streben nach Wissen
Ideale Platzierung: Nordost-Richtung in Arbeitszimmern, Bibliotheken, Musikzimmern oder Lernräumen für Kinder. Besonders glückverheißend am Tag von Vasant Panchami, dem Saraswati-Puja.
Größenbereich: 8"-28" (20-71 cm) | Materialien: Bronze, Marmor, weißer Stein
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Parvati-Figuren – Göttin der Liebe, Hingabe und göttlichen weiblichen Kraft
Parvati (auch bekannt als Uma oder Gauri), die Gefährtin Shivas und Mutter von Ganesha und Kartikeya, verkörpert den nährenden Aspekt der göttlichen weiblichen Kraft (Shakti). Sie steht für Hingabe, Fruchtbarkeit und eheliche Harmonie.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Anmutige Haltung: Oft in Tribhanga dargestellt, der dreifach gebogenen Haltung
- Lotus oder Blume: Symbole für Schönheit und göttliche weibliche Energie
- Reicher Schmuck: Aufwendige Halsketten, Armreifen und Krone
- Löwe als Vahana: In ihrer kraftvollen Durga-Form steht er für Macht über das Ego
Häufige Formen:
- Stehende Parvati: Elegante stehende Haltung, die göttliche Schönheit zeigt
- Ardhanarishvara: Vereinte Shiva-Parvati-Form, halb männlich und halb weiblich
- Uma-Maheshvara: Sitzend mit Shiva auf dem Berg Kailash
Größenbereich: 10"-32" (25-81 cm) | Materialien: Bronze, Stein, Holz
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Krishna-Figuren – Avatar Vishnus und göttlicher Liebender
Krishna, der achte Avatar Vishnus, wird für seine göttliche Verspieltheit (Lila), seine Weisheit als Lehrer der Bhagavad Gita und seine reine Liebe verehrt. Krishna-Figuren reichen vom Kind Krishna (Bal Krishna) bis zum göttlichen Wagenlenker Arjunas.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Blaue oder dunkle Haut: Steht für unendliches Bewusstsein wie der Himmel
- Flöte (Murali): Göttliche Musik, die alle Seelen anzieht
- Pfauenfederkrone: Symbol göttlicher Schönheit und Herrlichkeit
- Gelbe Gewänder: Traditionelle Kleidung in den Geschichten von Vrindavan
Beliebte Formen: Bal Krishna, der Butterdieb, Krishna mit Flöte, Radha-Krishna zusammen, Krishna als Wagenlenker
Größenbereich: 6"-36" (15-91 cm) | Materialien: Bronze, Messing, Marmor, Holz
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Hanuman-Figuren – Der Affengott der Stärke und Hingabe
Hanuman, der hingebungsvolle Diener von Lord Rama, verkörpert selbstlosen Dienst (seva), körperliche Stärke, Mut und unerschütterliche Hingabe (bhakti). Hanuman-Figuren sind besonders beliebt für Schutz und zur Überwindung von Angst.
Wichtige ikonografische Merkmale:
- Affenform: Menschliche Gestalt mit Affenmerkmalen als Zeichen übermenschlicher Kräfte
- Keule (Gada): Waffe als Symbol für Stärke und Schutz
- Pose mit getragenem Berg: Zeigt, wie Hanuman den Berg mit dem Sanjeevani-Kraut bringt, um Lakshmana zu retten
- Schwanz: Oft um den Körper geschlungen oder erhoben dargestellt
- Rote oder orange Farbe: Traditionelle Farbe, die mit der Verehrung Hanumans verbunden ist
Häufige Haltungen:
- Anjaneya, stehend: Heroische stehende Haltung mit Keule
- Fliegender Hanuman: Der Sprung über den Ozean nach Lanka
- Kniend vor Rama: Hingebungsvolle Haltung der Unterwerfung
Vastu-Platzierung: Im Süden oder Westen, nach Norden oder Osten blickend, auf erhöhter Position. Beliebt in der Nähe von Eingangstüren zum Schutz.
Größenbereich: 8"-40" (20-102 cm) | Materialien: Bronze, Stein, Holz, Messing
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Materialien und traditionelle Handwerkstechniken
Unsere Hindu-Götter-Figuren zeigen traditionelle Handwerkstechniken, die über Generationen von Kunsthandwerkerfamilien weitergegeben wurden. Jedes Material erfordert spezialisierte Fähigkeiten und besitzt eigene spirituelle und ästhetische Qualitäten.
Bronzefiguren (Wachsausschmelzverfahren)
Bronzene Hindu-Figuren gelten als Höhepunkt südindischer Metallkunst, besonders aus der Chola-Dynastie (9.-13. Jahrhundert n. Chr.). Das Wachsausschmelzverfahren (cire perdue) ermöglicht feine Details und glatte Oberflächen, die Chola-Bronzen weltberühmt gemacht haben.
Technische Spezifikationen:
- Zusammensetzung: 80-90 % Kupfer, 10-20 % Zinn, Spuren von Zink
- Gewicht: 2-25 kg, je nach Größe
- Patina: Natürliche grüne Patina (Grünspan) oder braune Patina entwickelt sich über 50-200 Jahre
- Lebensdauer: 500+ Jahre bei richtiger Pflege
- Oberfläche: Glatte Oberfläche, die feine ikonografische Details ermöglicht
Wachsausschmelzverfahren:
- Das Wachsmodell wird von Hand mit feinen Details modelliert
- Eine Tonform wird in mehreren Schichten um das Wachsmodell aufgebaut
- Das Wachs wird ausgeschmolzen und hinterlässt eine hohle Tonform
- Geschmolzene Bronze wird in die Form gegossen (1.100 °C/2.012 °F)
- Nach dem Abkühlen wird die Tonform entfernt
- Die Oberfläche wird mit Meißeln und Feilen nachbearbeitet
- Natürliche Patinierung über Jahrzehnte
Regionale Merkmale:
- Chola-Bronzen (Tamil Nadu): Schlanke Proportionen, Tribhanga-Haltung, reduzierter Schmuck, verfeinerte Gesichter
- Kerala-Bronzen: Ornamentreicher als Chola, fülligere Körperformen
- Nepalesisches vergoldetes Kupfer: Quecksilbervergoldung, kompaktere Körperformen, aufwendige Kronen
Pflegehinweise: Sanft mit einem weichen Tuch und Wasser reinigen. Für die Verehrung können Milch oder Panchamrit verwendet werden. Die natürliche Patina bewahren, nicht aggressiv polieren. Bei 40-60 % Luftfeuchtigkeit lagern und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
Steinfiguren (handgeschnitzt)
Hindu-Figuren aus Stein vermitteln Dauerhaftigkeit und Würde und eignen sich ideal für Tempelinstallationen und Außenbereiche. Die südindische Tempelskulptur erreichte ihren Höhepunkt während der Pallava-Zeit (7.-9. Jahrhundert) und der Hoysala-Zeit (11.-14. Jahrhundert).
Steinarten in unserer Sammlung:
- Schwarzer Granit: Extrem langlebig, wetterbeständig, verwendet für große Tempelgottheiten
- Sandstein: Weicher, ermöglicht filigrane Schnitzerei, häufig in nordindischen Tempeln
- Speckstein (Steatit): Weicher Stein für feine Details, dunkelt mit Alter und Ölaufnahme nach
- Schiefer, schwarzer Stein: Feinkörnig, ideal für detailreiche Reliefarbeiten
Technische Spezifikationen:
- Gewicht: 5-50 kg, je nach Größe und Steindichte
- Haltbarkeit: Granit hält 1.000+ Jahre; Sandstein 300-500 Jahre
- Oberfläche: Von glatt poliert bis grob behauen
Schnitztechniken:
- Hoysala-Stil: Filigraner Schmuck, detailreiche Ornamentik, architektonische Elemente
- Pallava-Stil: Kraftvolle Formen, dynamische Haltungen, Tempelarchitektur-Kontext
- Regionale Volksstile: Vereinfachte Formen, abstrakte Züge, Ästhetik ländlicher Schreine
Pflegehinweise: Stein ist porös und nimmt Öle auf. Für die Verehrung kann tägliches Auftragen von Sandelholzpaste oder Sesamöl die Oberfläche abdunkeln und schützen. Harte Chemikalien vermeiden. Mit Wasser und einer weichen Bürste reinigen.
Marmorfiguren
Hindu-Figuren aus Marmor, besonders aus Rajasthan und Uttar Pradesh, werden wegen ihrer leuchtend weißen Schönheit geschätzt, die Reinheit und spirituelle Verfeinerung symbolisiert. Marmor ermöglicht sowohl hohen Glanz als auch feine Schnitzdetails.
Technische Spezifikationen:
- Hauptquellen: Makrana-Marmor (Rajasthan), derselbe Marmor wie beim Taj Mahal
- Gewicht: 8-40 kg, je nach Größe
- Farbe: Weiß bis cremefarben, entwickelt durch Alter und Ölverehrung eine warme Patina
- Oberfläche: Hohe Politur möglich, reflektiert Licht besonders schön
Ideal für: Lakshmi-, Saraswati- und Parvati-Figuren, bei denen die weiße Farbe Reinheit, Wissen und göttliche weibliche Anmut symbolisiert. Beliebt für häusliche Puja-Räume und Meditationsbereiche.
Pflegehinweise: Marmor besteht aus Calciumcarbonat und ist säureempfindlich. Zitronensaft oder saure Reinigungsmittel vermeiden. Mit pH-neutraler Seife und Wasser reinigen. Regelmäßig mit einem weichen Tuch polieren.
Holzfiguren (handgeschnitzt)
Hindu-Figuren aus Holz bringen natürliche Wärme und traditionelles Handwerk in heilige Räume. Südindische Tempelholzarbeiten reichen über 1.000 Jahre zurück, mit erfahrenen Kunsthandwerkerfamilien, die sich auf Götterskulpturen spezialisiert haben.
Holzarten:
- Teak (Tectona grandis): Extrem langlebig, insektenresistent, entwickelt eine goldbraune Patina
- Sandelholz (Santalum album): Aromatisch, heiliges Holz, kostbar, für kleinere Figuren verwendet
- Rosenholz (Dalbergia): Dichtes, dunkles Holz mit schöner Maserung
- Jackfrucht-Holz (Artocarpus): Traditionelles Tempelholz, bei guter Trocknung termitenresistent
Technische Spezifikationen:
- Gewicht: 1-15 kg, je nach Holzdichte und Größe
- Lebensdauer: Teak 200+ Jahre; gut gepflegtes Sandelholz 100+ Jahre
- Oberfläche: Natürliche Ölbehandlung, Lack oder Blattgoldverzierung
Regionale Stile:
- Südindisch: Detailreiche Schnitzerei, Tempelarchitektur-Kontext, glatte Oberfläche
- Kerala-Stil: Kraftvolle Gesichtszüge, ritueller Kontext, oft bemalt oder lackiert
- Bengalischer Stil: Weichere Gesichtszüge, Betonung des Gesichtsausdrucks
Pflegehinweise: Holz dehnt sich bei Feuchtigkeit aus und zieht sich bei Trockenheit zusammen. Eine Luftfeuchtigkeit von 40-50 % einhalten. Vierteljährlich natürliches Öl, etwa Sesam- oder Kokosöl, auftragen. Vor direkter Sonne und Wasser schützen. In trockenen Klimazonen jährlich auf holzbohrende Insekten prüfen.
Regionale Herkunft und künstlerische Traditionen
Hindu-Götter-Figuren spiegeln unterschiedliche regionale Kunsttraditionen wider, die von lokalen Dynastien, verfügbaren Materialien, religiösen Praktiken und kulturellem Austausch geprägt wurden. Das Verständnis dieser regionalen Merkmale hilft bei der Authentifizierung und Wertschätzung.
Südindien (Tamil Nadu, Karnataka, Kerala)
Dominierende Epochen: Pallava (7.-9. Jh.), Chola (9.-13. Jh.), Hoysala (11.-14. Jh.), Vijayanagara (14.-17. Jh.)
Bronzen der Chola-Dynastie - der Goldstandard:
- Zeitraum: 850-1250 n. Chr. (Höhepunkt im 10.-12. Jahrhundert)
- Geografisches Zentrum: Region Thanjavur und Kumbakonam (Tamil Nadu)
- Charakteristische Merkmale:
- Schlanke, längliche Proportionen (Höhe-Breite-Verhältnis etwa 8:1)
- Tribhanga-Haltung, eine dreifach gebogene Standhaltung, die anmutige S-Kurven erzeugt
- Glatte, verfeinerte Oberfläche mit reduzierter Ornamentik
- Ruhige, idealisierte Gesichtszüge mit gesenktem Blick
- Minimaler Schmuck, der Fokus liegt auf der Form statt auf Dekoration
- Integrierter Sockel als Teil des Einzelgusses
- Berühmte Beispiele: Nataraja, der kosmische Tänzer, ist die klassische Chola-Bronzeform
- Museumssammlungen: Das Metropolitan Museum, das British Museum und das National Museum Delhi besitzen einige der bedeutendsten Beispiele
Hoysala-Steinskulptur:
- Zeitraum: 1100-1350 n. Chr.
- Geografisches Zentrum: Belur, Halebidu (Karnataka)
- Material: Chloritschiefer, auch Speckstein
- Merkmale: Extrem filigrane Schnitzerei, aufwendiger Schmuck, architektonischer Tempelkontext, klar ausgearbeitete Mehrarmigkeit
Nepal (Kathmandu-Tal - Newar-Tradition)
Dominierende Epochen: Licchavi (5.-9. Jh.), Malla (12.-18. Jh.), Shah (18.-20. Jh.)
Newar-Kunsttradition:
- Kultureller Kontext: Einzigartige Verbindung hinduistischer und buddhistischer Kunsteinflüsse
- Hauptmaterial: Vergoldetes Kupfer, Kupferbasis mit Quecksilbervergoldung
- Geografische Zentren: Patan, Bhaktapur, Kathmandu, wo Meisterhandwerkerfamilien bis heute aktiv sind
Charakteristische Merkmale:
- Proportionen: Kompaktere, kürzere Körperformen im Vergleich zu südindischen Bronzen (Verhältnis etwa 6:1)
- Vergoldung: Quecksilbervergoldung, die eine leuchtende Goldoberfläche auf Kupfer erzeugt
- Kronen: Aufwendige mehrstufige Kronen mit tibetisch-buddhistischen Einflüssen
- Schmuck: Reiche Ornamentik mit Halsketten, Armreifen, Fußreifen und Gürteln
- Gesichtszüge: Breitere Gesichter, vollere Lippen und eine charakteristische Himalaya-Physiognomie
- Einlegearbeiten: Halbedelsteine wie Türkis und Koralle in Kronen und Schmuck eingelassen
- Gewicht: 20-30 % schwerer als vergleichbare indische Bronzen, bedingt durch dickeren Guss
Technische Besonderheit:
- Quecksilbervergoldung: Gold wird in Quecksilber gelöst, auf Kupfer aufgetragen und anschließend erhitzt, sodass das Quecksilber verdampft und eine Goldschicht zurückbleibt. Diese gefährliche traditionelle Technik ist heute selten.
- Kalte Goldauflage: Spätere Technik mit Blattgold und Haftmittel
Authentifizierungsmerkmale: Achten Sie auf:
- Unregelmäßige Vergoldung mit Abnutzung, die darunterliegendes Kupfer sichtbar macht und auf Alter hinweist
- Charakteristische Newar-Krone mit spitzem zentralem Element
- Rechteckiger oder quadratischer Sockel mit Einlassungen für Inschriften
- Kompakte, stabile Proportionen, passend zur Himalaya-Ästhetik
Südostasien (Indonesien, Thailand, Kambodscha)
Historischer Kontext: Hinduistische Königreiche blühten in Südostasien vom 1. bis zum 15. Jahrhundert, bevor der Theravada-Buddhismus dominierend wurde. Die Verehrung hinduistischer Gottheiten setzte sich fort und brachte eigene regionale Stile hervor.
Javanische Hindu-Figuren (Indonesien):
- Zeitraum: Majapahit-Reich (13.-16. Jahrhundert), zentraljavanische Periode (8.-10. Jahrhundert)
- Material: Vulkanstein (Andesit), Bronze
- Merkmale:
- Weichere, rundere Formen im Vergleich zu indischen Figuren
- Javanische Physiognomie mit breiteren Nasen und volleren Gesichtern
- Aufwendiger Kopfschmuck, der hinduistische und lokale Elemente verbindet
- Häufige Darstellungen von Shiva, Ganesha und Durga
Platzierungsleitfaden für Hindu-Götter-Figuren (Vastu Shastra)
Vastu Shastra, das traditionelle hinduistische System für Architektur und räumliche Anordnung, empfiehlt bestimmte Platzierungen für Götterfiguren, um positiven Energiefluss, spirituellen Nutzen und Glücksverheißung zu fördern.
Allgemeine Vastu-Prinzipien für Hindu-Figuren
- Ausrichtung: Gottheiten sollten nach Norden, Osten oder Nordosten blicken. Eine Ausrichtung nach Süden sollte vermieden werden, da sie mit Yama, dem Gott des Todes, verbunden ist.
- Erhöhung: Hauptfiguren für die Verehrung sollten 3-5 Fuß über dem Boden stehen. Niemals direkt auf den Boden stellen.
- Sauberer Raum: Der Puja-Bereich sollte von Toiletten, Lagerräumen oder Schlafbereichen getrennt sein. Mindestens 5 Fuß Abstand zu Badezimmerwänden.
- Beleuchtung: Licht von einem nach Osten gerichteten Fenster ist ideal. Bei künstlicher Beleuchtung warme Gelb- oder Orangetöne verwenden, kein hartes Weiß.
- Materialhinweise: Marmor für Nordosten, Bronze oder Messing für Osten, Holz für Nordwesten, Stein für Südwesten.
- Anzahl der Figuren: Ungerade Zahlen gelten als glücksverheißend (1, 3, 5, 7). Gerade Zahlen auf dem Haupt-Puja-Altar vermeiden.
Empfehlungen zur Platzierung einzelner Gottheiten
| Gottheit |
Ideale Ausrichtung |
Raum/Ort |
Spezifische Hinweise |
Geeignet für |
| Ganesha |
Nahe dem Haupteingang, nach innen blickend |
Eingangsbereich, Nord- oder Ostwand |
4-6 Zoll über dem Boden platzieren. Die Ganesha-Figur sollte ins Haus „eintreten“, nicht nach außen blicken. Niemals nach Süden ausrichten. |
Beseitigung von Hindernissen, neue Unternehmungen, glückverheißende Anfänge |
| Lakshmi |
Norden oder Osten |
Wohnzimmer, Eingangsbereich, Homeoffice |
Die Figur zum Inneren des Hauses ausrichten. Niemals mit dem Rücken zur Haupttür. Nicht in der Nähe von Toiletten oder Küchen. Am besten im Norden, der Wohlstandsrichtung. |
Wohlstand, Anziehung von Reichtum, Fülle |
| Saraswati |
Nordosten (Ishan-Ecke) |
Arbeitszimmer, Bibliothek, Kinderzimmer, Musikzimmer |
Auf einer sauberen, erhöhten Fläche platzieren. Weißes oder gelbes Tuch darunter legen. Ideal für Schüler, Studierende und kreative Berufe. |
Bildung, Wissen, Kunst, Musik, Kreativität |
| Shiva |
Nord- oder Ostecke |
Meditationsraum, ruhige Ecke, Puja-Raum |
Meditierender Shiva: ruhiger, privater Raum. Nataraja: kann als Kunstobjekt auch in Wohnbereichen stehen. Lingam: nach Osten gerichtete Nische. |
Spirituelles Wachstum, Meditation, Transformation |
| Vishnu |
Osten oder Nordosten |
Puja-Raum, Wohnzimmer |
Vorzugsweise auf einem erhöhten Sockel. Kann mit Lakshmi kombiniert werden. Morgenlicht aus Osten ist ideal. |
Schutz, Gleichgewicht, kosmische Ordnung, Harmonie |
| Krishna |
Norden, Osten oder Nordosten |
Wohnzimmer, Puja-Raum, Kinderzimmer |
Bal Krishna, die Kinderform, kann in spielerischen Bereichen stehen. Radha-Krishna-Paare sind ideal für die Nordost-Ecke des Schlafzimmers. |
Liebe, Hingabe, Freude, Weisheit, Schutz |
| Hanuman |
Süden oder Westen, nach Norden/Osten blickend |
Nahe dem Eingang, Südwand, Fitness- oder Trainingsbereich |
Höher als andere Gottheiten platzieren. Starke Schutzenergie. Sollte nach außen blicken, wenn nahe dem Eingang. Rotes oder orangefarbenes Tuch darunter legen. |
Stärke, Mut, Schutz, Überwindung von Angst |
| Parvati/Durga |
Osten oder Nordosten |
Puja-Raum, Schlafzimmer (Parvati), Eingang (Durga) |
Durga kann zum Schutz zum Eingang blicken. Parvati mit Shiva eignet sich für Meditationsräume. Niemals in der südlichen Ecke platzieren. |
Weibliche Kraft, Schutz, Hingabe, familiäre Harmonie
|