Der Mandalay-Stil ist der letzte grosse klassische Stil birmanischer Buddhafiguren und blüht seit den 1850er Jahren bis heute unter der Schirmherrschaft von König Mindon und König Thibaw. Benannt nach der königlichen Hauptstadt Mandalay, zeichnet sich dieser Stil durch ein heiteres, jugendliches Gesicht, kunstvoll drapierte Gewänder mit perlenbesetzten Säumen und eine weiche, fast leuchtende Oberfläche aus Alabaster, Marmor und vergoldeter Bronze aus.
Mandalay Buddhafiguren werden meist aus Alabaster oder Marmor geschnitzt oder in Bronze mit Vergoldung und farbiger Glaseinlage gegossen. Das Gewand ist mit feinen, erhabenen Perlenverzierungen entlang der Falten und des Saums gestaltet, und das Gesicht ist glatt, jugendlich und sanft lächelnd, deutlich anders als die strengeren Ausdrücke früherer birmanischer Stile.
Der Mandalay-Stil entstand, nachdem König Mindon 1857 die Stadt Mandalay als neue königliche Hauptstadt gründete. Er wurde zum vorherrschenden Stil birmanischer buddhistischer Kunst und ist es bis heute, noch immer praktiziert von Werkstätten rund um den Mahamuni-Tempel. Sein Kennzeichen ist eine weichere, naturalistischere Ästhetik im Vergleich zur geometrischen Strenge der vorangegangenen Amarapura-Periode.
Achten Sie auf ein rundes, jugendliches Gesicht mit gesenkten Augen und einem feinen Lächeln, ein Gewand mit fein geschnitzten oder aufgesetzten Perlenverzierungen (besonders am Saum und über der Schulter) sowie eine Vorliebe für weissen Alabaster oder Marmor, der teilweise unbemalt bleibt, um den natürlichen Stein zu zeigen. Bronzeexemplare weisen oft farbige Glasmosaik-Einlagen auf, eine Detailarbeit, die auch bei antiken hölzernen Buddhafiguren aus denselben Werkstätten geschätzt wird.
Dank ihres sanften, zugänglichen Ausdrucks eignen sich Mandalay-Figuren sowohl für Meditationsräume als auch für Wohnbereiche. Alabaster- und Marmorstücke passen gut zu neutralen, minimalistischen Interieurs, während vergoldete Bronzeversionen Wärme in traditionellere Umgebungen bringen. Als jüngster, noch heute produzierter birmanischer Stil bleiben gut geschnitzte antike Exemplare ein relativ zugänglicher Einstiegspunkt für Sammler.
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Er begann um 1857, als König Mindon Mandalay als neue königliche Hauptstadt gründete, und ist bis heute der vorherrschende Stil birmanischer buddhistischer Kunst.
Alabaster, Marmor und vergoldete Bronze sind die gängigsten Materialien, oft veredelt mit farbiger Glaseinlage auf dem Gewand.
Die weicheren, jugendlicheren Gesichtszüge und die kunstvolle Perlenverzierung am Gewandsaum unterscheiden ihn von den strengeren, geometrischeren Formen der Amarapura-Periode und früherer Stile.
Ja, er ist die lebendige Tradition der birmanischen Buddhafiguren-Schnitzkunst, noch immer praktiziert von Werkstätten am Mahamuni-Tempel in Mandalay.