Historische Buddha figur verloren, als jahrhundertealter Tempel in Südkorea durch Waldbrände zerstört wurde
Ein verheerender Waldbrand hat die südöstlichen Regionen Südkoreas heimgesucht, mindestens 24 Menschen das Leben gekostet und enorme Zerstörung angerichtet, darunter den Verlust des jahrhundertealten Gounsa-Tempels in Uiseong County, der eine verehrte Buddhafigur beherbergte.
Zerstörung des Gounsa-Tempels und Notfallmaßnahmen zum Schutz des buddhistischen Erbes
Der Gounsa-Tempel, ein 1.300 Jahre altes buddhistisches Wahrzeichen und eine bedeutende Kulturerbestätte, gehörte zu den Opfern des Waldbrandes. Die meisten seiner historischen Gebäude wurden zu Asche reduziert, wobei nur die zeremonielle Glocke teilweise intakt blieb. Der Tempel beherbergte eine heilige Buddhafigur, die für die spirituelle Praxis vieler Buddhisten von zentraler Bedeutung war. Glücklicherweise wurden einige unschätzbare Artefakte, darunter eine staatlich anerkannte sitzende Stein-Buddhafigur, vor den heranrückenden Flammen in andere Tempel verlegt, wodurch ein wesentlicher Teil des buddhistischen Erbes Koreas erhalten blieb.
Die Behörden erklärten schnell den Notstand für die betroffenen Regionen, einschließlich Ulsan sowie Nord- und Süd-Gyeongsang. Mehr als 10.000 Feuerwehrleute, Polizisten und Notfallhelfer wurden eingesetzt, um die lodernden Brände zu bekämpfen, die fast 43.000 Acres Land verbrannt haben. Starke Winde und trockene Luft erschwerten die Eindämmungsmaßnahmen, jedoch berichten die Behörden, dass bis Mittwoch etwa 68 % der Brände in Uiseong und Andong unter Kontrolle gebracht wurden.
Die Brände haben auch andere historische Stätten bedroht, darunter das UNESCO-geschützte Hahoe Folk Village in Andong. Den Bewohnern wurde befohlen, zu evakuieren, während Feuerwehrleute Schutzwasserbarrieren um die traditionellen Hanok-Häuser errichteten, um Schäden zu verhindern.
Han Duck-soo, der südkoreanische Premierminister und amtierende Präsident, beschrieb diese Waldbrände als die schlimmsten, die das Land in den letzten Jahren erlebt hat, mit 'beispiellosen Schäden'. Der Korea Forest Service hat die höchste Warnstufe für Waldbrände ausgerufen und die lokalen Regierungen aufgefordert, mehr Ressourcen für die Notfallhilfe bereitzustellen.
Während die Waldbrände an verschiedenen Orten weiter brennen, hoffen die Behörden, dass der am Donnerstag erwartete Regen die verbleibenden Flammen eindämmen wird. Allerdings haben die Behörden Trockenwetterwarnungen für die betroffenen Gebiete ausgegeben und gewarnt, dass das Risiko weiterer Brände hoch bleibt.
Waldbrände sind in Südkorea keine Seltenheit, besonders während der trockenen Monate von Februar bis April. In diesem Jahr gab es jedoch einen alarmierenden Anstieg, mit 244 gemeldeten Bränden – mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.
Während die Rettungskräfte weiterhin im Einsatz sind, fordern die Behörden die Bewohner zu äußerster Vorsicht auf und bitten um Zusammenarbeit bei Brandverhütungsmaßnahmen, um zukünftige Tragödien zu verhindern.
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